Archäologisch-kulturhistorische Wanderung zwischen Beesen und Radewell im Süden von Halle (Saale)

Abb. 1: Dr. W. Fieber informiert am Hochufer der Elster-Saale-Aue über das ehemalige Dorf Malderitz (Foto: F. Gall).

Abb. 1: Dr. W. Fieber informiert am Hochufer der Elster-Saale-Aue über das ehemalige Dorf Malderitz (Foto: F. Gall).

Die Wanderung stand unter der bewährten Leitung von Dr. Wernfried Fieber. 30 Mitglieder und Interessenten fanden sich an der Dorfkirche von Beesen bei sonnigem Wetter ein. Nach der Besichtigung der Kirche führte der Weg zur Wüstung Malderitz (Abb. 1), entlang am Hochufer der Elster-Saale-Aue, die dort von einer alten Heerstraße gequert wurde. Das Hochufer und die Aue waren einst ein wichtiger Grenzraum. Einen besonderen Eindruck vermittelte das zu diesem Zeitpunkt ausgeprägte Hochwasser von Saale und Elster. Die Wanderung führte dann zum topographisch imposant gelegenen Gut Beesen und weiter nach Ammendorf. Dort erklärte Herr Dr. Fieber den ehemaligen Standort und die Historie der Wasserburg. Auf dem Weg nach Radewell besuchten die Teilnehmer einen preußischen Ganz-Meilenstein an der B 91 (Abb. 2)
Abb. 2: Preußischer Ganzmeilenstein am Ortsausgang Halle, B 91 (Foto: B. Wemhöner).

Abb. 2: Preußischer Ganzmeilenstein am Ortsausgang Halle, B 91 (Foto: B. Wemhöner).

und Herr Dr. Fieber erläuterte das System der Aufstellung dieser Wegmarken. Später in Radewell informierte er über den nachträglich mit einem Goethe-Zitat versehenen Bauernstein mitten im Ort und über eine Niederungsburg in der Elsteraue. Diese war wegen des Hochwassers nicht zu erreichen, so dass zum Abschluss der Wanderung die romanische Dorfkirche von Radewell mit ihrem über die Zeiten merklich angehobenen Fußbodenniveau besichtigt wurde.

Text: I. Vahlhaus

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