Exkursion nach Weimar (Museum für Ur- und Frühgeschichte sowie historische Altstadt)

Abb. 1: Herr Bahn erläutert die Exponate im Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens (Foto: U. Tichatschke).

Abb. 1: Herr Bahn erläutert die Exponate im Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens (Foto: U. Tichatschke).

Im Rahmen der Exkursion nach Weimar führte unser langjähriges Mitglied Bernd Bahn die zehn Teilnehmer zunächst durch die sehr informative Ausstellung zur vorgeschichtlichen Besiedlung Thüringens mit zahlreichen bedeutenden Fundorten und Funden (Abb. 1). Diese werden im unmittelbar südlich der historischen Altstadt gelegen Museum für Ur- und Frühgeschichte präsentiert. Die Besiedlung Thüringens beginnt in der Altsteinzeit und eine der bedeutenden Fundstellen – Ehringsdorf – liegt nahe der Stadt Weimar. Seit dem Neolithikum ist Thüringen sesshaft besiedelt. Ein Nachbau eines bandkeramischen Hauses vermittelte einen Eindruck von den damaligen Wohnverhältnissen. Weitere bekannte und im Museum präsentierte Fundorte sind der im 19. Jh. untersuchte frühbronzezeitliche Grabhügel bei Leubingen, die spätbronzezeitlichen Kulthöhlen im Kyffhäuser oder die
Abb. 2: Die Exkursionsteilnehmer beim Wittumspalais, Wohnhaus der Anna Amalia (Foto: M. Klamm).

Abb. 2: Die Exkursionsteilnehmer beim Wittumspalais, Wohnhaus der Anna Amalia (Foto: M. Klamm).

eisenzeitlichen Befestigungen des großen und kleinen Gleichberges, die auch als “Steinsburg“ bekannt sind. In dem seit der Eisenzeit genutzten Opfermoor östlich von Oberdorla wurden nebst weiteren Opfergaben hölzerne Kultfiguren gefunden. In der Töpferei Haarhausen wurde Keramik römischer Machart hergestellt, die vom römischen Original kaum zu unterscheiden ist.
Nach einer individuellen Mittagspause erläuterte Herr Bahn im Rahmen einer kleinen Führung anschaulich die Geschichte der Stadt Weimar und die Siedlungstopographie mit den ältesten Siedlungskernen. Auch die Orte, die mit dem Leben Goethes und Schillers (Abb. 2) verbunden waren, waren Teil der Führung, sowie die Geschichte Weimars in der Zeit Nationalsozialismus,
Abb.3: Der Ilmpark und Goethes Gartenhaus (Foto: M. Klamm).

Abb.3: Der Ilmpark und Goethes Gartenhaus (Foto: M. Klamm).

in der die Monumentalbauten entstanden, die das Bild des nördlichen Stadtgebietes heute noch bestimmen.
Die Vorboten der Hochwasserereignisse vom Juni 2013 machten sich in Weimar bereits bemerkbar: der Ilmpark (Abb. 3) und Teile der Altstadt waren von der stark angestiegenen Ilm überflutet.

Text: Dr. M. Klamm
 
 
 
 

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