Wanderung mit Besuch der Lehrgrabung am Grabhügel Marienborn Fpl.10 im Bischofswald und weiterer archäologischer und historischer Denkmale in und um Marienborn

Datum und Uhrzeit
06.08.2016
08:00 - 11:00 Uhr

Ort
Klosterkirche Marienborn

Kategorie(n)


Von oberirdisch sichtbaren archäologischen Denkmalen, die sowohl in die Jungsteinzeit (Megalithgräber Im Bischofswald bei Marienborn finden wir eine für Sachsen-Anhalt außergewöhnlich hohe Anzahl und Dichte) als auch in die Bronzezeit (Grabhügel) datieren. Aufgrund der Nähe zur ehemaligen innerdeutschen Grenze und der Lage im ehemaligen Sperrgebiet waren die Denkmale zwischen 1945 und 1989 kaum zugänglich. Daher erfolgte eine neue Aufnahme der Großsteingräber erst in den 90er Jahren (Hans-Jürgen Beier) bzw. der Grabhügel im Winter 2013/2014 (Reinhard Duckstein und Fred Witte).
1928 hatte Dr. Carl Engel vom Museum Magdeburg einen markanten Hügel im Bischofwald ausgegraben (Fpl. 10). Er entdeckte darin eine aus großen, megalithischen Steinplatten und Trockenmauerwerk bestehende Grabkammer. Im Rahmen einer Schulungsgrabung für Ehrenamtliche Mitarbeiter finden an dem Grab seit Sommer 2013 Nachuntersuchungen statt.

Erläuterungen vor Ort: Dr. Barbara Fritsch

Im gleichen Wald befinden sich mehrere Gruppen von mindestens 150 Grabhügeln. Viele dieser Gräber wurden bereits durch unsachgemäße „Ausgrabungen“ im zentralen Teil insbesondere seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Weferlinger Allerverein, einem Zusammenschluss von Heimat- und Naturforschern, untersucht. Leider sind jedoch sowohl die Grabungsunterlagen als auch die meisten Funde inzwischen verschollen oder zerstört. Der überwiegende Teil der Grabhügel datiert vermutlich in die mittlere und späte Bronzezeit (ca. 1500-1000 v. Chr.). Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass einige Hügel weitere jungsteinzeitliche Megalithgräber überdecken oder einige der Grabhügel am Ende der Jungsteinzeit (um 2800-2600 v.Chr.) für Einzelbestattungen (Schnurkeramik) angelegt wurden.
Die Wanderung beginnt mit der Besichtigung der Klosterkirche und der Marienkapelle in Marienborn, führt über die “Räuberhöhle“ zur Ausgrabung am Fundplatz 10. Weiter geht es zu den Opfersteinen (Megalithgrab), vorbei an den o.g. Grabhügeln zu einem Sühnekreuz. Danach Rückkehr zum Kloster.
Erläuterungen während der Wanderung: Reinhard Duckstein

Treff­punkt

Wann? 06.08.2016 um 10.00 Uhr
Wo? an der Klosterkirche von Marienborn
Zeit? Dauer 2-3 Std., danach Einkehrmöglichkeit in der Jägerklause Marienborn

Hinweis festes Schuhwerk ist erforderlich

Ansprechpartnerin: Astrid Deffner 0179-6968146

Interessenten sind herzlich willkommen!

Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Haftung. Die Archäologische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt behält sich vor, im Rahmen der Vorstellung ihrer Aktivitäten Bilder mit Teilnehmern zu veröffentlichen.